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Technische Informationen zum Laserbohren

Laserbohren ist ein berührungsloses Bearbeitungsverfahren für hochpräzise Mikrobohrungen.

Qualität der Lasertechnik Made in Germany

Antworten zum Laserbohren

Wie funktioniert Laserbohren und wo kommt diese spezielle Bohrtechnik zur Anwendung. Diese und weitere Informationen werden Ihnen hier durch praxisnahes Fachwissen in Wort und Bild leicht verständlich erklärt. Informieren Sie sich!

Laserbohren einfach erklärt

Laserbohren ist ein nichtspanendes und thermisches Fertigungsverfahren, um kleinste Mikro-Bohrungen ab 20 µm bis einige Millimeter Durchmesse in die unterschiedlichsten Werkstoffe einbringen zu können. Der gesamte Bearbeitungsprozess erfolgt vollkommen berührungslos und mit leistungsstarken Lasersystemen, mit welchen sich unter hoher Geschwindigkeit von bis zu 100 Bohrungen oder Gewinde pro Sekunde erstellen lassen.

Merkmale und Vorteile

  • Berührungslose Bearbeitung
  • Bohren sehr harter Werkstoffe
  • große Konturenvielfalt
  • Bohrungen ab Ø 20 µm
  • optimale Gratfreiheit
  • perfekte Maßgenauigkeiten
  • kein Werkzeugverschleiß
  • hohe Schnittgeschwindigkeiten
Funktionsweise des Laserbohrens

Der Fertigungsprozess des Laserbohrens erfolgt ohne Krafteinbringung in das Bauteil und gleicht der Funktionsweise des Laserschneidens. Die erforderliche Energie wird dabei mit einem leistungsstarken Laser an einer lokalen Stelle eingebracht. Die hohe Leistungsdichte bringt das Material punktgenau zum Verdampfen und der dabei entstehende Dampfdruck befördert die rückständige Materialschmelze schlagartig aus dem Bohrloch.

Anwendungsbeispiele zum Laserbohren

Durch kleinste Optiken und modernste CNC-Technik können feinste Präzisionsbohrungen in alle schmelzbaren Materialien kostengünstig eingebracht werden, weshalb Laserbohren in vielen Bereichen unverzichtbar geworden ist. Typische Beispiele sind Feinbohrungen für Düsenöffnungen, Mikrokontaktlöcher für die HDI-Technik, Filter für die Medizintechnik oder Bohrungen an schwer zugänglichen Stellen.

Fertigungsbeispiel zum Laserbohren einer Präzisionsbohrung

Fertigungsbeispiel zum Laserbohren in Serie

Fertigungsbeispiel zum Laserbohren von Rohren

Fertigungsbeispiel zum Laserbohren von feinsten Mikrobohrungen

Übersicht auf die Verfahren des Laserbohrens

Einzelpulsbohren

Beim Einzelpulsbohren durchdringt der Laserstrahl in einem langen Puls das Material. Die Energieeinwirkung nimmt dabei mit steigender Bohrlochtiefe stetig ab, weshalb diese Technik nur für dünne Materialen bis etwa 2 mm Dicke geeignet ist.

Laser-Trepanierbohren

Die Funktionsweise beim Trepanieren gleicht der des Perkussionsbohrens und unterscheidet sich nur aufgrund der durchgehenden Startlochbohrung, die zu Bohrbeginn eingebracht und anschließend durch rotierende Bewegungen des Lasers vergrößert wird.

Perkussionsbohren

Der Laserstrahl trifft beim Perkussionsbohren in aufeinanderfolgenden Impulsen mit einer geringen Dauer und Energie auf die gleiche Stelle des Werkstückes, welches eine Fertigung von Bohrlöchern bis zu 100 mm Bohrlochtiefe ermöglicht.

Wendelbohren

Auch beim Wendelbohren wird das Material mit aufeinanderfolgenden Laserimpulsen geschmolzen oder verdampft. Durch die rotierende Bewegung des Laserstrahls wird das Material dabei spiralförmig abgetragen.

Technische Fragen zum Thema „Laserbohren“

Was versteht man unter Laserbohren?

Laserbohren ist ein berührungsloses Bohrverfahren, mit welchem sich alle Werkstoffe ohne Krafteinwirkung und mit höchster Präzision bearbeiten lassen.

Laserbohren gleicht der Funktionsweise des Laserschneidens, da das Material bis zum fertigen Bohrloch mit einem feinen Laserstrahl punktgenau verdampft oder geschmolzen wird.

Die hohe Präzision und Wirtschaftlichkeit haben Laserbohren zu einer wichtigen Technologie werden lassen. Gerade für Serienbohrungen oder Bohrungen an schwer zugänglichen Stellen ist dieses Verfahren ideal geeignet. Beispiele dazu sind Mikrobohrungen für die HDI-Technik, Massenbohrungen für Filter oder Feinbohrungen für die Schmuckindustrie.

Durch modernste Lasersysteme lassen sich Präzisionsbohrungen im Durchmesserbereich von 20 µm bis 1 mm mit einer maximalen Bohrtiefe von bis zu 100 mm und Genauigkeiten +-0,01 mm von sicher fertigen.

Beim Laserbohren unterscheidet man zwischen den Verfahrensvarianten Einzelpulsbohren, Perkussionsbohren, Trepanierbohren und Wendelbohren.